Wolsing-Drachen bei Leichtwind

Vor einigen Tagen bekam ich eine Einladung der Augsburger “Windwalker” nach sehr langer Zeit wieder einmal gemeinsam auf deren Drachenwiese in Königsbrunn zu fliegen. Diese schöne Gelegenheit nutze ich für einen Drachennachmittag mit meinem Long Dart Team Magnum, den ich nach einer Bauanleitung aus Günter Wolsings Buch “Drachen und Gespanne” genäht habe. Die Windbedingungen waren für den Magnum aufgrund seiner großen Gaze-Flächen mit 1 – 2 Bft. am untersten Limit. Gegen Abend kam noch ein original Wolsing – mein Steiki 3,5 “Flickwark” – zum Einsatz, der sich bei diesem Leichtwind an den 40 m-Leinen so richtig wohl fühlte.

Dieses kleine Drachenvideo ist meine “Überraschung” an Günter Wolsing zu seinem heutigen 83. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch, Günter – ich hoffe, dass der Film ein wenig vom grandiosen Flugbild deiner Lenkdrachen vermitteln kann!

Johnboy nimmt seinen Steiki 4.5 in Empfang

Als “Johnboy” vor einigen Wochen die Zusage von Günter Wolsing erhielt, einen Steiki 4.5 gebaut zu bekommen, war er ganz aus dem Häuschen. Einige Zeit war nicht klar, wie das Design des Drachens aussehen wird. Johnboy wollte diese Entscheidung nicht selbst treffen und lies Günter freie Hand. Kaum war das Segel fertig, musste sich Günter mit der  Gestängefrage befassen. Alle Vorgängermodelle wurden mit 11er CFK, einer mittlerweile nicht mehr aufzutreibenden Dimension, bestabt. Günter entschied sich für aufgefüttertes 10er CFK, was dem Drachen eine sehr filigrane Erscheinung verleiht. Heute war die Übergabe des nagelneuen Steiki 4.5 an Johnboy – viel Spaß mit diesem schönen Stück! Vielleicht bekommen wir ja mal einen Flugbericht? Bilder gibt’s so lange schon mal in der Wolsing-Bildergalerie.

Tricktail “TT113″ mit gerader Querspreize

Der Erfinder des Tricktail – Martin Schob – kam eines Tages auf die Idee, sein bewährtes Modell ganz ohne Verbinder zu bauen. Den TT113 gab es in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Versionen: die ersten Modelle wurden mit gerader unterer Querspreize ausgeliefert, während spätere Modelle einen Eddyverbinder als Mittelkreuz besaßen, der eine Verlagerung des Kreuzungspunktes auf dem Kielstab nach oben und somit einen Knick in der Querspreize ermöglichte.

Ich besitze einen TT113 der ersten Variante und möchte anhand von Detailbildern zeigen, wie Martin Schob einige seiner neuen Ideen im Vergleich zum Serienmodell verwirklicht hat.
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Neuer “Wolsing” in meiner Drachentasche

Nach einer für meine Verhältnisse relativ kurzen Bauphase von nur drei Wochen kann ich einen Neuzugang in meiner Drachentasche vermelden. Es handelt sich um ein eine Long Dart Team in der “Magnum”-Version nach einem Bauplan aus Günter Wolsings Buch “Lenkdrachen und Gespanne”. Die Spannweite beträgt 4,20 m, die Standhöhe ist 1,55 m und die Leitkantenstäbe ca. 2,50 m lang. Das Segel habe ich aus Chikara und schwarzer Gaze mit offenen Kappnähten aufgebaut. Die Paneele wurden im bekannten W-Design erstellt, das es meines Wissens am Long Dart in dieser Art bisher noch nicht gegeben hat. Bestabt ist der Drachen mit 10 mm Exel-CFK, die unteren Querspreizen sind aus 12 mm CFK-Rohr. Das Mittelkreuz kommt aus dem Hause Kersch und als Spreizenverbinder kommen APA-Strong zum Einsatz.

Nun steht der Jungfernflug noch aus – ich hoffe, dass die Flugeigenschaften halten, was die Optik des gewaltigen Long Dart Team Magnum verspricht. Durch seine gestreckte Form mit großen Gaze-Flächen erwarte ich ein eher langsames und ruhiges Flugbild, auch bei höheren Windgeschwindigkeiten. Ein detaillierter Flugbericht wird hoffentlich bald folgen…