Günter Wolsing baut einen Steiki 3.5 im Flickwark-Design

Drachenbau, Zweileiner | 9. Februar 2010

Im Januar 2010 erhielt ich von Günter Wolsing eine unerwartete Nachricht. Er schrieb mir, dass er seine Drachenwerkstatt wieder eröffnet habe, um einen Steiki 3.5 zu bauen. Schnell war klar, dass dieser die Farbkombination der letzten 3.0er-Modell erhalten soll, die ich schon zu vor zu meinem Favoriten gekürt hatte. So bat ich Günter, die einzelnen Bauschritte seines Flickwark-Designs und des restlichen Drachens zu fotografieren. Ich freue mich, dass ich diese Bilddokumentation hier zeigen darf.

Aber noch mehr freue ich mich darüber, dass der “Steiki 3.5 Flickwark” seine Ausflüge ab heute aus meiner Drachentasche starten wird – vielen Dank, lieber Günter, dass du mir diesen wunderschönen Drachen gebaut hast!

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Vierleinerhandles mit Duplon-Griffen

Drachenbau | 7. Februar 2010

Wer schon einmal selbst versucht hat, Handles für Revolutions oder ähnliche Vierleiner selbst zu bauen, ist schnell auf das Problem gestoßen, keine passenden Moosgummi-Griffe zu finden. Nach längerer Suche sind wir im Anglerbedarf fündig geworden. Wie es scheint, bauen einige Angler ihre Angelruten selbst und brauchen dazu Griffe aus Duplon. Diese Material fühlt sich an wie fester Moosgummi, ist in vielen Größen und Durchmessern erhältlich und läßt sich auf Länge zuschneiden. Zudem habe ich den Eindruck, dass es weniger leicht Wasser aufnimmt, wie gewöhnlicher Moosgummi. Ich glaube, wir haben genau das gefunden, was wir gesucht hatten.

Duplon-Griffe

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Wolsing-Bildergalerie

Drachenbau | 1. Januar 2009

Fotos von Thomas Münstermann, Matthias Grimm, Jens Baxmeier und Günter Wolsing

Günter Wolsing ist bekannt für seine Großdrachen, mit denen er keine Powerkite-Konzepte verfolgt, sondern sich ausschließlich der Schönfliegerei mit gigantischen Ausmaßen hingibt. Trotz seiner über 80 Jahre entwickelt Günter Wolsing ständig neue Ideen, für immer größere Modelle, die er auch selbst fliegt. Charakteristisch für seine Drachen ist seit Jahrzehnten das “Flickwark”-Design, bei dem verschieden farbige Spinnaker-Reststücke wie ein Mosaik zu einer neuen optisch zusammen gehörigen Segelfläche verbunden werden. Als typisches Erkennungszeichen thront das große “W” (W wie Wolsing) im Zentrum des Drachensegels. Die bekanntesten Modelle Günter Wolsings sind der Steiki (steiler Kiel) und der Flaki (flacher Kiel), die er in den verschiedensten Größen gebaut hat. Sein gesammeltes Wissen gibt Günter Wolsing in seinen beiden Drachenbüchern an alle interessierten Drachenfreunde weiter. Diese Entwicklungs- und Bauberichte sollten in keiner Drachensammlung fehlen.

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Gängige Nähte im Drachenbau

Drachenbau | 5. Dezember 2008

von Martin Werner, 2003

Die Segelmachernaht

Je nach gewünschter Überlappung jeweils von den beteiligten Segeln an den Außenkanten zusätzlich zur gewünschten Endgröße hinzufügen; z.B. 10 mm Überlappung bedeutet je 5 mm nach außen vergrößerter Segelfläche an den betroffenen Kanten.

Zeichnung zur weiteren Verdeutlichung von “DerHeinz”:

Die doppelte Kappnaht

Je nach gewünschter Überlappung jeweils von den beteiligten Segeln an den Außenkanten zusätzlich zur gewünschten Endgröße hinzufügen; z.B. 5mm Überlappung bedeutet je 10 mm nach außen vergrößerter Segelfläche an den betroffenen Kanten.

Die einfache Kappnaht

Ähnlich zur doppelten Kappnaht je nach gewünschter Überlappung jeweils von den beteiligten Segeln an den Außenkanten zusätzlich zur gewünschten Endgröße hinzufügen, allerdings einmal weniger einschlagen als bei der doppelten Kappnaht; z.B. 5 mm Überlappung bedeutet je 5 mm nach außen vergrößerter Segelfläche an den betroffenen Kanten.

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Segelreparatur mit Superkleber

Drachenbau | 14. November 2008

von Jens-Uwe Pohl, 2003

Viele haben ja es schon mal erlebt – auf einmal ist eine Loch oder ein Riss im Segel. Ein scharfer Halm, etwas Unachtsamkeit beim Zusammenbau – es gibt viele Gründe, warum unser geliebter Drachen, verletzt wurde. Bekannt und beliebt ist die Reparatur mit durchsichtigem Tedlar-Tape. Im Prinzip eine feine Sache, nur leider sieht man die Stelle, besonders im Sonnenlicht, doch schon sehr. Auch ist das Tape nicht billig und mit der Zeit sammelt sich auch gerne Sand und Schmutz an den Rändern an.

Für kleine Löcher und Risse, bietet sich daher die Superkleber-Reparatur-Methode an. Ich hatte schon mal davon gehört, und Tim Benson hat sie mir ausdrücklich empfohlen, um meinen Gemini wieder zu reparieren (Ihr kennt ja die Story…).

Hier mein Bericht:

Zuerst einmal zum benötigten Material: Wir brauchen natürlich Superkleber – das sind Kleber auf Basis von Cyano-Acrylate. Obwohl alle diese Klebstoffe darauf aufbauen, gibt es durchaus Unterschiede in der Qualität. Teure Klebstoffe füllen besser, durchdringen das Material vollständiger, kleben eine größere Anzahl an verschiedenen Werkstoffen und bilden, nicht zuletzt eine stabilere Verbindung.

Ich habe “ZapAGap”-Kleber benutzt. Dieser ist etwas zähflüssiger als “normaler” Superkleber und füllt daher Spalten im Material besser. Er ist problemlos bei verschiedenen Modellbauläden erhältlich. “Normaler” Superkleber geht aber auch, ich habe z.B. Pattex Blitzkleber getestet und auch damit gute Resultate erzielt. Laut Berichten einzelner User im GWTW-Forum, soll Industriekleber (“Pascofix”) noch erheblich besser sein – er ist allerdings auch locker 5-10 mal so teuer. Das hebe ich mir für ein anderes Mal auf.

So, was brauchen wir noch?

Tesafilm, eine Schere und eine Nadel o.ä. zum Auftragen des Klebstoffes.

1. Schritt:

Loch und Riss ins Segel machen. Diesen Schritt dürft Ihr überspringen!

2. Schritt:

Fixieren des Segels. Hierbei wird der Tesa-Film auf die Vorderseite des Segels (das ist die Seite, die Ihr immer beim Fliegen anschaut) geklebt. Dabei das Segel so fixieren, dass die Kanten “auf Stoß” liegen. Evtl. vorher den Tesa-Film mehrmals mit dem Finger entkleben, dann läßt sich das Segelmaterial besser verschieben.

3. Schritt:

Auf der Rückseite den Riss/Loch mit ganz wenig Klebstoff benetzen. Ich habe beim Beispiel hier viel zu viel genommen. Es reicht wirklich sehr sehr wenig aus. Wer eine unruhige Hand hat, kann auch hier eine Schablone aus Tesafilm aufkleben.

4. Schritt:

Klebstoff trocknen lassen und Tesafilm abziehen. Fertig! Wer der Festigkeit der Verbindung nicht traut, kann das Ganze jetzt auch noch auf der anderen Segelseite wiederholen. Nötig ist es nicht und bei glänzendem Klebstoff, wird die Stelle mehr sichtbar.

Und so sieht das fertige Ergebnis aus. Ich habe den Stoff mal ins Licht gehalten – dies ist das Maximale was man sieht.

Praktische Erfahrung

Ich habe mit dieser Methode zwei winzige Löcher (spitze Halme) und einen 5 cm Riss im Elixir repariert. Nach stundenlangem Üben – bis in 5 Bft. hinein und mit zahlreichen Abstürzen – hat es gehalten. Die reparierte Stelle sieht man wirklich selbst von Nahem fast überhaupt nicht mehr.

Viel Erfolg!

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